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25.9.2018

Pressespiegel

Spenden steuerlich absetzbar
Spenden steuerlich absetzbar

Steuer-Tipp im Wochenspiegel vom 28.09.2011

Peißen liegt zwar nicht in Ostafrika oder Japan, aber Spenden für solche Katastrophen und für vieles anderes mehr sind steuerlich absetzbar. Das erläutert Steuerberater Wolf-Dieter Kleinschmidt gegenüber dem WOCHENSPIEGEL.

Allerdings nur, wenn konkrete Vorgaben beachtet werden. Und leider sind die Finanzämter dabei oftmals sehr kleinlich. Erst kürzlich hat der Bundesfinanzminister in einem fünfseitigen Schreiben dargestellt, wie die Zuwendungsbestätigungen (früher hieß das Spendenquittung) aussehen müssen.

Grundsätzliches zum Spendenabzug

Grundsätzlich gilt: alle Spenden an gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Organisationen sind in Höhe von bis zu 20 Prozent der persönlichen Einkünfte von der Steuer abzusetzen.

Diese Organisationen haben dazu von ihrem Finanzamt eine Bescheinigung über ihre besonders förderungswürdigen Zwecke erhalten. Das reicht beispielsweise von der Förderung des Sports über die Wohlfahrtspflege, Kunst oder Jugend- und Altenhilfe bis hin zum Tierschutz. Mitgliedsbeiträge sind allerdings nur in Ausnahmefällen abzugsfähig. Für Spenden an politische Parteien gelten Sonderregelungen.

Vereinfachter Spendennachweis

Wenn eine Spende 200 Euro nicht übersteigt, genügt ein “vereinfachter Spendennachweis”: Anstatt einer Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster reicht dann bereits ein Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung der Bank (oder der Ausdruck beim Onlinebanking) sowie zusätzlich ein Beleg des Empfängers mit bestimmten Pflichtangaben. Ein vorgedruckter Überweisungsträger enthält in der Regel diese geforderten Pflichtangaben; er sollte also auf jeden Fall aufbewahrt werden. Viele Empfänger stellen aber auch bei Spendensummen unter 200 Euro auf Wunsch eine Spendenbescheinigung aus.

Spenden im Katastrophenfall

In Katastrophenfällen gilt dieser vereinfachte Nachweis auch für Zahlungen auf Sonderkonten von Gemeinden und Landkreisen oder Verbänden der freien Wohlfahrtspflege (Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Caritas), selbst wenn dann mehr als 200 Euro gespendet werden.

Zuschüsse an Arbeitnehmer im Katastrophenfall

Steuerlich interessant ist aber auch, dass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern, die von Katastrophen - wie dem Hagel- Unwetter kürzlich im Salzlandkreis - betroffen sind, 600 Euro jährlich steuerfrei zuwenden können, weil hier von einem besonderen Notfall ausgegangen werden kann. Dabei gelten die einschränkenden Voraussetzungen der Lohnsteuer-Richtlinien aus Billigkeitsgründen nicht.

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