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24.9.2018

Pressespiegel

Arbeitnehmer-Zahlungen mindern 1%-Regelung

 

Kleinschmidt im Wochenspiegel vom 22.03.2017:

 

Wenn ein Arbeitnehmer Zahlungen für die private Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs leistet, mindern sie den Wert des steuerlichen geldwerten Vorteils aus der Nutzungsüberlassung.

Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) in zwei Grundsatz-Urteilen vom 30.11.2016 (VI R 2/15 und VI R 49/14) zur Kfz-Nutzung für private Fahrten sowie für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte entschieden.

Der BFH hat damit seine Rechtsprechung zugunsten der Steuerpflichtigen geändert: nicht nur ein pauschales Nutzungsentgelt, sondern auch einzelne individuelle Kosten des Arbeitnehmers (z.B. Benzinkosten) sind - entgegen der Auffassung der Finanzbehörden - bei Anwendung der sogenannten 1 %-Regelung steuerlich zu berücksichtigen.

Der Umstand, dass der geldwerte Vorteil aus der Kfz-Überlassung nach der 1 %-Regelung ermittelt worden ist, steht dem nun nicht mehr entgegen.

Der BFH war nämlich bisher davon ausgegangen, dass vom Arbeitnehmer selbst getragene Kfz-Kosten nicht steuerlich berücksichtigt werden können, wenn der Nutzungsvorteil pauschal nach der sogenannten 1 %-Regelung (anstelle der sogenannten Fahrtenbuchmethode) bemessen wird.

Allerdings kann der Wert des geldwerten Vorteils aus der Dienstwagenüberlassung durch Zuzahlungen des Arbeitnehmers lediglich bis zu einem Betrag von null Euro gemindert werden; Verluste können also nicht entstehen.

Wolf-Dieter Kleinschmidt

Steuerberater und Rechtsbeistand