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22.2.2018

Pressespiegel

Auch für neue Solaranlagen: Frist 31.05.2016



 

Kleinschmidt im Wochenspiegel vom 18.05.2016:

Wer eine Solaranlage errichtet, wird Unternehmer, wenn er Strom gegen eine Vergütung in das Energienetz einspeist. Die Zahlungen unterliegen der Umsatzsteuer; allerdings können alle Steuerbeträge, die im Zusammenhang mit der Solaranlage stehen, insbesondere also Kauf und Montage, von der Steuerschuld abgezogen werden. Das ist gerade im ersten Jahr besonders vorteilhaft.

Da die Solaranlage jedoch Strom sowohl für den privaten Haushalt als auch für der Verkauf in das Netz erzeugt, muss das möglichst frühzeitig dem Finanzamt angezeigt werden. Denn bei Gegenständen, die gemischt zu verschiedenen Zwecken genutzt werden, wird verlangt, dass eine eindeutige Zuordnung zum Unternehmen erfolgen muss; dazu reicht ein einfaches Schreiben schon aus.

Der Bundesfinanzhof hat allerdings entschieden, dass diese Zuordnungserklärung bis zum Ablauf der gesetzlichen Abgabefrist von Steuererklärungen vorzunehmen ist. Bei einer Anschaffung einer Solaranlage in 2015 muss diese Erklärung also bis zum 31.05.2016 bei dem Finanzamt eingegangen sein. Das wird auch streng ausgelegt, wie ein Urteil des Niedersächsischen Finanzgerichts (5 K 112/15) zeigt. Individuelle Fristverlängerungen für die Abgabe von Steuererklärungen nützen leider nichts.

Wolf-Dieter Kleinschmidt

Steuerberater und Rechtsbeistand