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24.9.2018

Pressespiegel

Artikel im Wochenspiegel vom 18.05.2011 zu falschen Kilometerangaben
Artikel im Wochenspiegel vom 18.05.2011 zu falschen Kilometerangaben

Steuer-Tipp im Wochenspiegel vom 18.05.2011

Kilometerangaben falsch: Steuerhinterziehung

Falsche Kilometerangaben in der Steuererklärung können als Steuerhinterziehung gewertet werden. Das geht aus einem Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 29.03.2011 (3 K 2635/08) hervor. Die Richter haben zu der Frage Stellung genommen, welche steuerlichen Folgen aus überhöhten Entfernungsangaben für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gezogen werden können. Es sei mit den falschen Angaben der Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllt. Denn dem Finanzamt könne nicht ohne Weiteres vorgehalten werden, es hätte die Falschangaben von sich aus bemerken müssen.

Hintergrund ist der Fall einer Angestellten. Sie hatte 1996 einen zutreffenden Arbeitsweg von 28 Kilometern angegeben und diese Kilometer auch in ihren weiteren Steuererklärungen übernommen. Die tatsächliche Entfernung betrug jedoch in den Folgejahren wegen eines Arbeitsplatzwechsels nur noch 10 Kilometer. Dem Finanzamt fiel das erst nach 10 Jahren auf. Weil das Gericht diese falschen Angaben als Steuerhinterziehung wertete, konnten Nachzahlungen rückwirkend ab 1997 eingefordert wurde.

Da Finanzämter inzwischen häufig die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte "googeln", ist es sehr ratsam, diese Angaben bei Abgabe der Steuererklärung selbst noch einmal zu prüfen.

Wolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand

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