Sie sind hier: Kleinschmidt > Pressespiegel > Wochenspiegel vom 03.04.2013 zu Orgelumbau für die Marienkirche
DeutschEnglishFrancaisEspanol
23.2.2018

Pressespiegel

Orgelumbau für die Marienkirche

Nach fünf Jahren Arbeit sieht der Förderkreis „Neue Orgel für Marien“ erste praktische Ergebnisse.

Nach einer über zwanzigjährigen Restaurierungsphase macht die altehrwürdige Bernburger Marienkirche auf die Besucher einen sehr guten Eindruck. Dennoch klafft im Innenraum eine Lücke. Nach der Verfallsphase der Kirche in den achtziger Jahren konnte die aus dem Jahr 1902 stammende Röverorgel nicht mehr gerettet werden und musste abgebaut werden. Der Förderkreis „Neue Orgel für Marien“ setzt sich seit November 2008 für eine neue Orgel in der Marienkirche ein, die Gottesdienste  und Veranstaltungen wieder festlich begleiten soll. Nach einer langwierigen Suche nach einer entsprechenden Orgel, hat der Förderkreis den Erwerb der alten Röverorgel aus der Stadtkirche Alsleben beschlossen.

"Da in Alsleben die Dorfkirche mit einer funktionstüchtigen Orgel genutzt wird, werden für die Stadtkirche keine Fördermittel mehr fließen," erläuterte die zuständige Pfarrerin Katja Vesting. Deshalb stand in Alsleben nichts im Wege, die Orgel der Stadtkirche der Bernburger Marienkirche zu überlassen. Hier kann noch ein Großteil der Alsleber Orgel verwendet werden.

In der vergangenen Woche freuten sich nun die Mitglieder des Förderkreisvorstandes Pfarrer Johannes Lewek, Tierärztin Arnhild Peters und Steuerexperte undefinedWolf-Dieter Kleinschmidt  über die ersten praktischen Aktivitäten. Die Orgelbaufirma Baumhoer aus Salzkotten bei Paderborn, die mit den Vorbereitungen zur Umsetzung der Orgel in die Bernburger Marienkirche beauftragt wurde, begann mit den ersten Arbeiten. Dabei arbeitet Orgelbaumeister Albert Baumhoer gemeinsam mit Orgelbaumeister Bernd Simon aus Borgendreich. Baumhoer erklärte, dass zunächst die Holzpfeifen abgebaut worden sind, die sich noch in einem sehr guten Zustand befinden. Zunächst erfolgte die Bestandsaufnahme. Dann werden die  Holzpfeifen in einer Scheune zwischengelagert beziehungsweise in der Werkstatt der Orgelbauer auf Vordermann gebracht.

Weiterhin wurde der "Windladen" der Orgel geöffnet. Hier befinden sich die Ventilleisten mit den Tonbälkchen. Zur Überraschung der Orgelbauer können auch diese weiter verwendet werden. Der beeindruckte Baumhoer: "Die Orgelbaukunst in Sachsen-Anhalt war sehr gut." Die Orgel wurde wohl 1864 gebaut und 1913 von Ernst Röver, der damals regionale Bedeutung erlangte, erweitert.

Bis Ende des Jahres sollen erste Aufbauarbeiten in der Marienkirche erfolgen. Dann werden auch die bisherigen Spenden über 75.000 Euro sinnvoll und zweckgebunden in das Projekt eingeflossen sein. undefinedWolf-Dieter Kleinschmidt bemerkte gegenüber dem Wochenspiegel, dass dann noch schätzungsweise 300.000 Euro benötigt werden, um die Arbeiten zu beenden, wobei bereits 50.000 Euro von einem Spender zugesagt wurden. Es wird also noch lange dauern, ehe die Orgel endgültig funktionstüchtig ist. Kleinschmidt schätzt, dass die Orgel im Jahr 2019 spielbereit sein wird. Dennoch versprechen sich die Mitglieder des Förderkreises viel vom Teilaufbau bis Ende des Jahres. Dann ist die anfangs erwähnte Lücke schon etwas geschlossen und es könnten bereits die ersten Töne erklingen. Das wiederum soll Interessierte animieren, weiter zu spenden. Diese Spenden stellen dann eigenen so genannten Eigenanteil dar, der wiederum Voraussetzung dafür ist, weitere Fördermittel zu beantragen.

Der Förderkreis „Neue Orgel für Marien“ bittet Interessenten, bereits jetzt weiter zu spenden.
Das Spendenkonto ist: Salzlandsparkasse, Nummer: 300 002 009, BLZ: 800 555 00, der Spendenzweck heißt: Neue Orgel.