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24.9.2018

Pressespiegel

Kleinschmidt im Super Sonntag vom 21.04.2013:

Die gemeinnützigen Vereine müssen ab 01.01.2013 neue verbindliche Muster für Spendenbestätigungen verwenden. Sie sollen dazu dienen, die für den Spendenabzug benötigten Informationen bundeseinheitlich zu regeln. Die Muster stehen auf der Webseite des undefinedBundesfinanzministerium zur Verfügung. Alte Vordrucke dürfen auf keinen Fall mehr verwendet werden; sie werden von dem Finanzamt nicht mehr anerkannt, so dass die Spender verärgert würden. Im übrigen: das Finanzamt achtet peinlich genau darauf, dass alles richtig und vollständig ausgefüllt ist.

Und auch das ist für Vereine wichtig: wenn Vorstände neben dem Ersatz für tatsächlich entstandenen Aufwand auch Vergütungen für ihre Tätigkeit erhalten sollen, muss die Gewährung solcher Vergütungen ausdrücklich in der Satzung vorgesehen sein. Bis Ende 2014 bleibt noch Zeit, die Satzung zu prüfen und in den Jahresversammlungen Änderungen zu beschließen.

Wolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand

Weihnachtsfeier – steuerlich aufpassen

Kleinschmidt im Super Sonntag vom 17.11.2013:

In der Adventszeit ist auch die hohe Zeit für Weihnachtsfeiern in den Unternehmen. Dabei muss ein Arbeitgeber nach Ansicht des Finanzamtes jedoch ganz genau rechnen: wenn die Kosten den Betrag von 110 Euro je Mitarbeiter überschreiten, handelt es sich nämlich um lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn.

Doch noch rechtzeitig hat der Bundesfinanzhof eingegriffen. Denn nach seiner Ansicht dürfen bei der Prüfung dieser 110 Euro die Kosten für den äußeren Rahmen der Feier, vor allem also Ausgaben für Organisation und Miete, nicht einbezogen werden.

Die dann noch verbleibenden Kosten sind auf die Teilnehmer aufzuteilen. Aber anders als bisher berücksichtigt der Bundesfinanzhof bei der Berechnung je Mitarbeiter nicht die Familienangehörigen, die als Begleiter an der Feier teilnehmen. Nach Ansicht der Richter fehlt es bei ihnen an einer Entlohnung.

Mit diesen Klarstellungen lässt sich leichter und fröhlicher feiern.

Leider gilt aber trotz erheblicher Preissteigerungen die 110-Euro-Grenze (einschließlich Umsatzsteuer) seit vielen Jahren unverändert. Auch dass nur zwei Betriebsfeiern im Jahr steuerlich begünstigt werden, hat das Gericht bestätigt.

Wolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand