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21.4.2018

Pressespiegel

Steuertipp: Urlaubszeit ? - Geld vom Chef

Kleinschmidt im Super Sonntag vom 19.08.2012 zum Thema: "Urlaubszeit: Geld vom Chef?"

Urlaub kostet Geld, viel Geld. Da wäre ein „Zuschuss“ des Arbeitgebers sicher willkommen. Warum also nicht, lieber Chef?

Wenn aber Urlaubsgeld gewährt wird, bleibt dem Arbeitnehmer nicht viel übrig: bis zu 50 % geht davon nämlich für Lohnsteuer und Sozialversicherung ab.

Deshalb als Gehaltsextra sollte eine Erholungsbeihilfe gezahlt werden: der Arbeitnehmer erhält diesen Betrag ohne jeden Abzug, der Arbeitgeber muss dafür lediglich eine pauschale Lohnsteuer (25 %) zahlen.

Leider gibt es diese Beihilfe nicht in unbegrenzter Höhe: für den Arbeitnehmer selbst dürfen höchstens 156 € gezahlt werden, für seinen Ehepartner 104 € und für jedes Kind, für das Kindergeld gezahlt wird, 52 €. So summiert es sich doch.

Und weil der Amtsschimmel eben wiehert: der Arbeitnehmer muss schriftlich bestätigen, dass er das Geld für einen Erholungsurlaub genutzt hat – wofür denn sonst? Reisebuchungen muss er aber nicht vorlegen.

Ist der Urlaub schon vorbei? Das macht nichts, denn die Erholungsbeihilfe muss zeitnah zum Urlaub ausgezahlt werden – und das ist ein Zeitraum von drei Monaten vor oder auch nach dem Urlaub.

Deshalb, lieber Chef: so sorgen Sie mit dieser Erholungsbeihilfe für einen fröhlichen Urlaub der Arbeitnehmer.  Das macht die Erholung noch intensiver.

Wolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand