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21.4.2018

Pressespiegel

Weihnachtsfeier – steuerlich aufpassen

Kleinschmidt im Super Sonntag vom 17.11.2013:

In der Adventszeit ist auch die hohe Zeit für Weihnachtsfeiern in den Unternehmen. Dabei muss ein Arbeitgeber nach Ansicht des Finanzamtes jedoch ganz genau rechnen: wenn die Kosten den Betrag von 110 Euro je Mitarbeiter überschreiten, handelt es sich nämlich um lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn.

Doch noch rechtzeitig hat der Bundesfinanzhof eingegriffen. Denn nach seiner Ansicht dürfen bei der Prüfung dieser 110 Euro die Kosten für den äußeren Rahmen der Feier, vor allem also Ausgaben für Organisation und Miete, nicht einbezogen werden.

Die dann noch verbleibenden Kosten sind auf die Teilnehmer aufzuteilen. Aber anders als bisher berücksichtigt der Bundesfinanzhof bei der Berechnung je Mitarbeiter nicht die Familienangehörigen, die als Begleiter an der Feier teilnehmen. Nach Ansicht der Richter fehlt es bei ihnen an einer Entlohnung.

Mit diesen Klarstellungen lässt sich leichter und fröhlicher feiern.

Leider gilt aber trotz erheblicher Preissteigerungen die 110-Euro-Grenze (einschließlich Umsatzsteuer) seit vielen Jahren unverändert. Auch dass nur zwei Betriebsfeiern im Jahr steuerlich begünstigt werden, hat das Gericht bestätigt.

Wolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand