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19.2.2018

Pressespiegel

Urlaub - Finanzamt hilft


Kleinschmidt im Super Sonntag vom 17.08.2014:

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Für den Urlaub muss dann so mancher Euro locker gemacht werden. Oft wird das ganze Jahr darauf schon gespart.

Dass dafür auch das Finanzamt einen Beitrag leistet, ist kaum zu glauben. Aber wahr.

Denn der Arbeitgeber kann jedem Arbeitnehmer steuer- und abgabenfrei eine Erholungsbeihilfe zusätzlich zahlen. Jährlich nämlich höchstens 156 Euro. Für den Ehegatten gibt weitere 104 Euro und für jedes Kind 52 Euro.

Diese Beträge kommen also ungekürzt bei dem Arbeitnehmer an. Der Arbeitgeber zahlt dafür nur eine Pauschsteuer an das Finanzamt.

Eine Regelung mutet aber merkwürdig an: der Arbeitgeber muss nämlich sicherstellen, dass die Beihilfen auch tatsächlich zu Erholungszwecken verwendet werden.

Keine Sorge: dazu muss er nicht mit in den Urlaub fahren. Eine Bescheinigung des Arbeitnehmers reicht hier vollkommen aus. Denn es gibt ja nicht besondere „Urlaubs-Euros“, bei denen sich feststellen ließe, wo und für was sie ausgegeben wurden.

Wichtig ist, dass die Erholungsbeihilfe in ziemlich engem zeitlichen Zusammenhang mit der Erholung an sich stehen muss. Dafür werden drei Monate vor oder auch nach der Gewährung der Beihilfe anerkannt.

Sogar für „Urlaub auf Balkonien“ kann die Beihilfe genutzt werden. Da wäre es aber gut, z.B. mit Belegen für Tagesausflüge oder Fahrten zu einem Vergnügungspark nachzuweisen, dass das Geld für  Erholungszwecke genutzt wurde.

Weil es oft so wenig Dank gibt: schreiben Sie doch einmal Ihrem Finanzamt eine Ansichtskarte aus dem Urlaub.

Wolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand