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19.2.2018

Pressespiegel

Berücksichtigung von Krankheitskosten mit amtsärztlichen Attest

Kleinschmidt im Super Sonntag vom 17.06.2012 zur Berücksichtigung von Krankheitskosten mit amtsärztlichen Attest

Erst zum Amtsarzt

Damit die Kosten für bestimmte medizinische Hilfsmittel, Kuren oder Therapien steuerlich geltend gemacht werden können, ist ein vorheriges Attest eines Amtsarztes notwendig. Auch eine ärztliche Bescheinigung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung reicht aus.

Diese Neuregelung ist sogar rückwirkend in allen offenen Fällen anzuwenden. Damit wurde von dem Gesetzgeber die erst 2010 geänderte Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) wieder ausgehebelt, nach der auch schon ein (nachträgliches) Attest des Hausarztes genügte.

Grundsätzlich müssen Steuerpflichtige dem Finanzamt nachweisen, dass diese Kosten zwangsläufig sind. Das kann nur noch durch eine Bestätigung eines Amtsarztes erfolgen. Dabei ist der Begriff der Krankheitskosten weit auszulegen, so dass er über eine medizinisch unbedingt notwendige Mindestversorgung deutlich hinausgeht.

Für alle übrigen Krankheitskosten hat sich jedoch nichts geändert: für die Berücksichtigung der Praxisgebühr sowie der Kosten für Medikamente oder eine Brille reicht auch künftig das Rezept eines Arztes aus.

Damit die Krankheitskosten überhaupt steuermindernd berücksichtigt werden, müssen diese Kosten jedoch unverändert einen bestimmten Prozentsatz vom Einkommen überschreiten. Alles darunter – das ist die zumutbare Eigenbelastung - wirkt sich nicht steuerlich aus. Je nach Familienstand, Kinderzahl und Einkommen sind zwischen ein und sieben Prozent des Einkommens als Eigenbeitrag zumutbar. Da müssen oft sogar einige hundert oder gar tausend Euro anfallen, bevor der Mehrbetrag die Steuerlast wirklich mindert.