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16.7.2018

Pressespiegel

Steuerentlastung 2017: 4,20 € im Monat

Kleinschmidt im Super Sonntag vom 15.01.2017:

Steuerzahlern bleibt ab 2017 mehr Netto vom Brutto. Diese frohe Botschaft verkündete die Bundesregierung kurz vor Weihnachten. Tatsächlich wird die Entlastung der Steuerzahler rund 6,3 Milliarden Euro im Jahr betragen. Damit tritt seit Jahren die größte Steuersenkung in Kraft.

Die Sache hat allerdings einen Haken: der einzelne Steuerpflichtige wird davon kaum etwas merken. Auch wenn Kindergeld und Kinderfreibetrag erhöht sowie die schleichenden Steuererhöhungen durch die „kalte Progression“abgebaut werden, beträgt für den Durchschnittsverdiener die Entlastung kaum mehr als 4,20 €. Höhere Beiträge zur Pflegeversicherung und die Anhebung der Bemessungsgrundlagen in der Sozialversicherung tragen nämlich zu höheren Belastungen bei.

Auf eine größere Steuersenkung warten Steuerpflichtige bisher vergebens, obwohl die Steuerquellen überreichlich sprudeln. Daran wird sich wohl auch nach der Bundestagswahl wenig ändern, weil die Bundesländer Widerstand leisten.

Dass der Katalog der haushaltsnahen Dienstleistungen erheblich erweitert wurde und Kosten für ein Dienstjubiläum steuerlich abzugsfähig sein können, erfreut zwar, führt aber nicht gerade zu Jubelgesängen.

Besser wäre ein vereinfachtes Steuerrecht, wie es gerade wieder der Präsident des Bundesfinanzhofes, des höchsten deutschen Steuergerichts, angemahnt hatte. Die Berücksichtigung der vielen Besonderheiten erzeuge nur die Illusion eines gerechten Steuerrechts.