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13.12.2018

Pressespiegel

Steuern auf Firmenwagen senken


Kleinschmidt
im Super Sonntag vom 14.01.2018:

Die Finanzverwaltung gibt nach und wendet bei Arbeitnehmer überlassenen Firmenwagen die geänderte Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) an. Danach mindern selbstgetragene Aufwendungen bzw. Zuzahlungen von Arbeitnehmern den geldwerten Vorteil aus einem privat genutzten Firmenwagen. Dies gilt sowohl für die 1-%-Regelung als auch die Fahrtenbuchmethode.

Schon immer konnte der steuerpflichtige geldwerte Vorteil durch vertraglich mit dem Arbeitnehmer vereinbarte feste Pauschalen gemindert werden.

Der BFH hat jedoch mit Urteil vom 30.11.2016 (VI R 2/15) entschieden, dass auch nur einzelne Kosten abgezogen werden können. Dazu zählen beispielsweise: Treibstoffkosten, Ladestrom, Wartungs- und Reparaturkosten, Kfz-Steuer, Beiträge für Halterhaftpflicht- und Fahrzeugversicherungen, Garagen-/Stellplatzmiete, Aufwendungen für Anwohnerparkberechtigungen oder Aufwendungen für die Wagenwäsche. Allerdings muss der Arbeitnehmer die von ihm übernommenen Beträge nachweisen.

Sind die Arbeitnehmer-Zahlungen jedoch höher als der geldwerte Vorteil der privaten Kraftfahrzeugnutzung, gibt aber es keine weitere Vergünstigung mehr. Bei null ist Schluss: denn der übersteigende Betrag kann weder als negativer geldwerter Vorteil noch als Werbungskosten geltend gemacht werden (BFH Urteil vom 30.11.2016 – VI R 49/14).