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25.9.2018

Pressespiegel

Jedes Jahr im Frühling werden in deutschen Gärten Pflanz- und Erdarbeiten vorgenommen: Gärten werden hergerichtet, umgestaltet oder neu angelegt. Wird dazu fremde Hilfe benötigt, ist die Frage, ob sich das Finanzamt an den Kosten beteiligt. Möglich ist die Steuervergünstigung für haushaltsnahe Dienstleistungen: Hier können die Arbeitskosten (ohne Material) mit 20%, höchstens aber 4.000 €, von der Steuerschuld abgezogen werden.

Doch aufgepasst: bei den Arbeiten im häuslichen Garten macht die Finanzverwaltung nämlich einen feinen Unterschied:

  • Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen rechnen die Beamten lediglich übliche Gartenpflegearbeiten, wie Rasenmähen, Heckenschneiden, Unkrautjäten. Diese sind also bis zum Höchstbetrag von 20.000 € begünstigt und mit 20% (also höchstens mit 4.000 €) abziehbar.
  • Hingegen sind nach Meinung der Bundesfinanzhofes umfangreiche Erd- und Pflanzarbeiten, Maßnahmen der Gartengestaltung, Anlegen eines Steingartens oder Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück Handwerkerleistungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich steuerlich um Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand handelt. Diese Arbeitskosten (ohne Material) sind jedoch nur bis zum Höchstbetrag von 6.000 € begünstigt und mit 20% (also höchstens mit 1.200 €) abziehbar.

undefinedWolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand