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20.4.2018

Pressespiegel

Zwei weitere Schritte zur Orgel

Wolf-Dieter Kleinschmidt ist grundsätzlich ein optimistischer Mensch. Auch ein gehörige Portion Ehrgeiz ist ihm zu eigen. „Man muss ein Ziel haben“, erklärt Kleinschmidt. Und so glaubt er fest daran, dass in vier Jahren wieder eine Orgel in der Bernburger Marienkirche klingen wird.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg und bis dahin muss auch noch einiges an Geld zusammen kommen. Kleinschmidt selbst übergab gestern einen Scheck in Höhe von 25 000 Euro an den Förderkreis „Neue Orgel für Marien“, zu dessen Vorstandsmitgliedern er selbst gehört.

Das Geld war zum 25-jährigen Bestehen seiner Steuerkanzlei zusammen gekommen. Er hatte seine Mandanten aus Anlass seines Geschäftsjubiläums anstelle von Blumen und Geschenken um finanzielle Unterstützung für eine Orgel für die Marienkirche gebeten. Und dabei kam letztlich eine hohe fünfstellige Summe zusammen, die der Jubilar selbst noch aufrundete. Dass die Summe so hoch ausfallen würde, damit hatte, bei aller Zuversicht, auch Kleinschmidt nicht gerechnet.

Umso größer war die Freude für den in der Bernburger Talstadt ansässigen Steuerberater. „Damit sind wir mindestens zwei Schritte weiter“, sagt auch Johannes Lewek, Pfarrer und ebenfalls Vorstandsmitglied des Förderkreises, überwältigt und dankte allen Spendern.

Knapp 100 000 Euro hat der Förderkreis auf ganz unterschiedliche Weise bisher an Spenden eingenommen, die in die Restaurierung der alten Röver-Orgel aus der Alsleber Stadtkirche fließen sollen. Insgesamt wird das Vorhaben rund 350 000 Euro kosten. Eine Menge Geld, doch laut Johannes Lewek allemal günstiger als ein Orgel-Neubau. „Das wäre ein Millionen-Projekt“, erklärt der Pfarrer. Zumal die genannte Orgel eine angemessene Größe für die Marienkirche habe.

Obendrein hat bis Ende der 1980er Jahre eine Röver-Orgel in der Marienkirche gestanden. Deren Reste sollen mit denen aus Alsleben zusammengefügt werden. Lange hatte der Förderkreis nach einer neuen Orgel gesucht. Auch eine gebrauchte wurde ins Auge gefasst. Doch der Kauf einer solchen platzte kurzfristig.

Und dann war eben die stark beschädigte, aber nicht irreparable Orgel in Alsleben zu haben. Als er sie das erste Mal gesehen habe, ja, da hatte sogar Wolf-Dieter Kleinschmidt leichte Bedenken, ob sich die noch einmal reparieren lässt. „Aber die Experten, die Orgelbauer, haben uns gesagt: Ja, man kann“, erzählt Kleinschmidt und so hat der Förderkreis das Musikinstrument zum symbolischen Preis von 500 Euro erworben. Daraufhin wurden die Einzelteile abgebaut und zwischengelagert.

Wenn alles planmäßig verläuft, soll der Halberstädter Orgelbauer Reinhard Hüfken im kommenden Jahr mit der Restaurierung der Röver-Orgel beginnen, die mehr als drei Jahre dauern wird. Und als unverwüstlicher Optimist ist Kleinschmidt auch davon überzeugt, dass das Vorhaben gelingen wird.

„Im Jahr 2019 zu Weihnachten wird das erste Konzert sein“, sagt er unmissverständlich. Das klingt so überzeugend, dass kein Platz für Zweifel ist.