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13.12.2018

Pressespiegel

Tag des offenen Denkmals 2017

Reise durch Jahrhunderte

 

 

Kleinschmidt in der Mitteldeutschen Zeitung vom 07.09.2019:

Das Besucherzimmer ist fast drei Meter hoch. Das Regal mit unzähligen Büchern zum Fachgebiet Steuern, mit Wirtschaftsbriefen, Gesetzen und Gesetzesblättern ist kaum niedriger.

Die Wände sind von Balken durchzogen. Die Zwischenräume mit Lehm bearbeitet und versiegelt.
Die Fachwerkdecken geben jeden Schritt und jedes Stühlerücken in der Etage obendrüber mit einem Geräusch und einem leichten Schwingen wieder.

Wer das erleben möchte, der muss am Sonntag, am „Tag des offenen Denkmals“, seine Schritte in das Haus Breite Straße 88, einen Barockbau aus dem Jahr 1720 lenken. Denn dort gibt es bis unters Dach noch viel mehr zu entdecken.

Einige werden jetzt sagen: Breite Straße 88 - da war ich doch schon öfter? Richtig: Wer seine Unterlagen für das Finanzamt beim Steuerberater Wolf-Dieter Kleinschmidt aufbereiten lässt,
der war dort schon. Er hat bei den ganzen Zahlen aber vielleicht keinen Blick für die Schönheiten des Hauses gehabt.

Das kann man jetzt nachholen. Büroleiter Thomas Tandetzky und seine Mitarbeiterinnen werden die Besucher von 14 bis 16 Uhr durch die Räumlichkeiten führen.

Wolf-Dieter Kleinschmidt, der den Bernburgern auch durch seine ehrenamtliche Arbeit im Förderkreis „Neue Orgel für Marien“ bekannt ist, öffnet die Pforten der Breiten Straße 88 zum fünften Mal zum „Tag des offenen Denkmals“.

Und es ist eines der Besuchermagnete. Denn Kleinschmidt hat das Gebäude in einer Art und Weise sanieren lassen, wie man es nur selten findet. Das denkmalgeschützte Gebäude ist eines der Prunkstücke im Ensemble der Breiten Straße in der Talstadt.

„Wir sind in den zwei Stunden gut beschäftigt“, erklärt Thomas Tandetzky. „So etwa 70 bis 80 Leute haben uns in jedem Jahr besucht und nicht schlecht gestaunt, was sich hinter diesen Mauern alles verbirgt. Es sind sogar Häuslebauer dabei gewesen, die sich Ideen für ihr eigenes Heim oder bestimmte Räume in diesem holen wollten.“

Beim Gang durch die Etagen kommt man nicht aus dem Staunen heraus. Größe und Voluminösität sind dem Gebäude von außen wirklich nicht anzusehen. Und die Tatsache, dass das Dachgeschoss einen Saal beherbergt, in dem getrost 50 Personen Platz finden, glaubt sowieso niemand, ohne es selbst gesehen zu haben.

Der „Tag des offenen Denkmals“ 2017 wird wieder eine Zeitreise durch Jahrhunderte. Mehr als 30 Einrichtungen und Denkmäler aus Bernburg und umliegenden Ortschaften des Altkreises beteiligen sich an diesem kulturellen Höhepunkt. Und die Bandbreite kann sich durchaus sehen lassen. Kirchen, Häuser des Barock oder des Neoklassizismus, das Carl-Maria-von-Weber-Theater oder der Wasserturm in Alsleben und die historische Parkanlage in Hohenerxleben stehen den Besuchern offen.

„Macht und Pracht“ heißt das bundesweite Motto des Tags des offenen Denkmals am 10. September 2017.

Jedes Denkmal erzählt viel über die sozialen und kulturellen Verhältnisse der Zeit seiner Entstehung und Nutzung. In jeder Einrichtung werden die Besucher von den Organisatoren zu Führung, Vorträgen und Gesprächen erwartet.