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19.7.2018

Pressespiegel

Hegemeister III 2015

Unglaublich: Sorgloser Umgang mit der Waffe

Kleinschmidt im Hegemeister Nr. III-2015:

Wenn ein Jäger seine Waffe in seinem Fahrzeug lagert und zunächst vor der Jagd andere Tätigkeiten ausführt, muss er mit dem Widerruf seiner Waffenbesitzkarte und der Einziehung seines Jagdscheines rechnen.

Das Verwaltungsgericht Minden hat mit Urteil vom 23.06.2015 (8 K 2615/14 und 8 K 3010/14) klargestellt, dass ein Jäger seine Waffe nur unmittelbar vor der Jagd in seinem Auro transportieren darf. Weil der Jäger aber schon zwei Stunden vor der geplanten Jagd seine Waffe aus dem sicheren Aufbewahrungsschrank entnommen und im Fahrzeug zurückgelassen habe, sah das Gericht ihn als waffen- bzw. jagdrechtlich unzuverlässig an. Ihm sei ein Verstoß gegen waffenrechtliche Aufbewahrungsvorschriften anzulasten.

Zwar dürften Jäger auf dem Weg zur Jagd ihre Waffen in einem verschlossenen Fahrzeug entweder im Kofferraum oder sonst uneinsehbar verdeckt kurzfristig zurücklassen. Diese Privilegierung greife für den Jäger nach Auffassung des Gerichts hier aber nicht, weil er mit der Waffe zunächst nicht zur Jagd, sondern zur Vornahme von Dienstgeschäften gefahren sei.

Wolf-Dieter Kleinschmidt
Steuerberater und Rechtsbeistand
Goslar/Harz und Bernburg (Saale)