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21.4.2018

Pressespiegel

Hegemeister I-2018

Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht?

Kleinschmidt im Hegemeister Nr. I-2018:

Das neue Zusammenleben von Mensch und Wolf in der heutigen Kulturlandschaft stellt eine Herausforderung dar. Die Rückkehr des Wolfes ist aus Sicht des Artenschutzes zu begrüßen, jedoch sollen die Sorgen in der Bevölkerung und bei Nutztierhaltern ernst genommen werden. Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Deutsche Bundestag.

So verlangt die FDP in einem Antrag (Bundestags-Drucksache 19/584) von der Bundesregierung unter anderem, den Wolf als jagdbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Darüber hinaus sollen einheitliche Standards für ein bundesweites Wolfsmanagement und Wolfsmonitoring geschaffen und zusätzliche finanzielle Mittel für die Schadensprävention und für Wolfsgeschädigte bereitgestellt werden.

Aus Sicht der Liberalen hätten sich die Jäger als ausgebildete Fachkräfte im jeweiligen Jagdbezirk bewährt und seien in Notsituationen sehr schnell mobilisierbar. Eine Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht erkenne die besondere Bedeutung der Jäger an. Sie trügen die Verantwortung für ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur in ihrer Jagd und würden nicht zu Helfern in Ausnahmefällen degradiert.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen betrachtet die Rückkehr des Wolfes ebenfalls als einen großen Erfolg für den Artenschutz in Deutschland. Allerdings fordern die Abgeordneten die Bundesregierung in einem Antrag (19/589) unter anderem dazu auf, sich auf allen Ebenen für einen umfassenden Schutz des Wolfs einzusetzen. Dabei sei das Ziel, eine stabile und ausreichend große Wolfspopulation zu erreichen und die Bedingungen für die natürliche Wiederansiedlung des Wolfes zu verbessern.

Wolf-Dieter Kleinschmidt

Steuerberater und Rechtsbeistand
Goslar/Harz und Bernburg (Saale)