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25.9.2018

Pressespiegel

Die Turffreunde können sich vom 18. bis 26. Juli wieder über packende Rennen freuen.
Foto: Epping

Rennverein legt positive Zahlen vor und erwirtschaftet Überschuss

Sportlich ist alles im grünen Bereich, aber finanziell drücken den Harzburger Rennverein (HRV) einige Sorgen. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung im „Braunschweiger Hof“ deutlich.

„Wir haben eine vernünftige Rennwoche 2014 hingelegt.“ Mit dieser Aussage begrüßte Rennvereinspräsident Stephan Ahrens die 53 Mitglieder und Gäste auf der Jahreshauptversammlung des Harzburger Rennvereins (HRV) am Donnerstag. Das Wort „vernünftig“ lässt allerdings schon erahnen, dass nicht alles rund gelaufen ist.

Was Sport und Stimmung betrifft, war das Meeting im vergangenen Juli „ein voller Erfolg“, so Ahrens. Der Rennverein sei seinem Anspruch, dass sich Aktive und Besucher auf der Bahn am Weißen Stein wohlfühlen, gerecht geworden. Und besonders wichtig: „Kein Pferd und kein Reiter sind ernsthaft zu Schaden gekommen“, wie der HRV- Chef betonte.

Finanziell war das 2014er-Meeting dagegen kein großer Renner. Das ungünstige Wetter habe zu erheblichen Einbußen im Wettgeschäft geführt, wie Schatzmeister Wolf-Dieter Kleinschmidt vorrechnete. Der Umsatz sei mit rund 912.000 Euro unter die Millionen-Euro-Marke gerutscht und die anvisierte nachhaltige Stabilisierung damit wieder „futsch“, wie es Kleinschmidt formulierte. Am Ende des Jahres stand ein Minus von 29953 Euro zu Buche. „Allerdings haben wir rund 45.000 Euro in ein Lochgerät und einen Traktor investiert, sonst hätten wir trotz aller Widrigkeiten ein Plus erreicht“, stellte Rennvereinspräsident Ahrens ergänzend fest.

Betont optimistisch

Sorgen bereitet dem „Finanzminister“ auch das Finanzamt. Es habe die Steuerveranlagung für 2012 und 2013 vorgenommen „mit einem schlechthin unmöglichen Ergebnis“. Statt der von ihm berechneten rund 30.000 Euro solle der Rennverein für die beiden Jahre jetzt rund 75.000 Euro zahlen. Man befinde sich, so Kleinschmidt, in einem Rechtsbehelfsverfahren und müsse den Mehrbetrag zunächst nicht zahlen.

„Es ist eben sehr schwierig, mit Pferderennen Geld zu verdienen“, kommentierte HRV-Chef Ahrens das Zahlenwerk, der sich allerdings betont optimistisch gab, dass es 2015 mit dem Meeting vom 18. bis 26. Juli auch finanziell wieder bergauf gehen wird. Der Dienstag kehrt endlich zurück ins Programm „und macht unser Meeting wieder zu einer echten Rennwoche“, so Ahrens. Er ist als Familientag mit kostenfreiem Kinderangebot konzipiert. Möglich macht den 6. Renntag die Kooperation mit dem französischen Wettanbieter PMU. Die Harzburger Rennen werden an diesem Tag live in die rund 11.000 französischen Wettannahmestellen übertragen. Die Rennpreise bezahlt größtenteils die PMU, „es ist für uns also so gutwie risikolos“, wie Daniel Delius feststellte. Einziger Wermutstropfen, so der HRV-Pressesprecher: „Die Franzosen wollen große Starterfelder.“ Bei einer sinkenden Zahl von startfertigen Pferden keine leichte Aufgabe für den Rennverein.

Geschichtsträchtig

Mit dem BBAG-Auktionsrennen am Super-Samstag (25. Juli) wird sogar ein geschichtsträchtiges Rennen ausgetragen. 37.000 Euro gibt es zu gewinnen, soviel wie noch nie in einem Rennen am Weißen Stein. Und dann gibt es ja auch noch die Superhandicaps, jeweils mit 20.000 Euro dotiert und mit einem Alleinstellungsmerkmal. HRV-Vize Felix Bergmann stolz: „Wer in Deutschland von Superhandicaps spricht, meint Bad Harzburg.“ Es wurden 125 Pferde genannt – neuer Rekord. „Wir können davon ausgehen, dass wir alle drei Rennen supervoll bekommen“, so Bergmann.

Ein ganz dickes Lob gab es für Thomas Bartke. Zusammen mit der Marienteichbaude und Feige-Event bewirtschafteten Bartke und sein Team das VIP- und Eventzelt in Eigenregie des Rennvereins. „Die eigene Bewirtschaftung des VIP-Zeltes war ein Volltreffer für den Verein, die sich in der Kasse sehr positiv bemerkbar gemacht hat“, stellte Schatzmeister Kleinschmidt fest. Alles andere als nur eine Pflichtaufgabe war der Dank von Rennvereinspräsident Ahrens an die Stadt Bad Harzburg für den finanziellen Zuschuss zur Pflege und Unterhaltung des Rennbahngeländes.