Sie sind hier: Kleinschmidt > Pressespiegel > BBGLIVE am 09.11.2016: Der Winter kommt – das Finanzamt hilft
DeutschEnglishFrancaisEspanol
12.12.2018

Pressespiegel

BBGLIVE

 

 

Kleinschmidt bei BBGLIVE am 09.11.2016:

Streu- und Winterdienst, Vorbereitungen für die kalten Monate, Gartenarbeiten: für viele dieser Arbeiten können die Zahlungen bei der Einkommensteuer abgesetzt werden. „Haushaltsnahe Leistungen“ heißt dazu das Stichwort. Darauf weist Steuerberater und Rechtsbeistand Wolf-Dieter Kleinschmidt hin.

Im einzelnen gehören auch zu diesen begünstigten Arbeiten:

  • Garten winterfest machen: Hecken, Sträucher und Bäume zurückschneiden, den Rasen noch einmal mähen und düngen, Blumenzwiebeln pflanzen
  • Haus winterfest machen: Aufwendungen für die Abdichtung der Fenster, ein neuer Schutzanstrich für das Garagentor
  • Räumung des Gehweges und der Zufahrt zum Grundstück von Eis und Schnee durch ein Unternehmen für den Winterdienst.

Das hat der Bundesfinanzhof ausdrücklich in einem Urteil vom 20.03.2014 (VI R 55/12) bestätigt.

Bei den haushaltsnahen Leistungen sind die Kosten für Arbeiten rund um Haus und Wohnung abzusetzen. Allerdings gibt es wichtige Voraussetzungen:

  • Die haushaltsnahen Leistungen müssen durch Rechnungen von Unternehmen belegt werden
  • Die Rechnungen dürfen auf keinen Fall bar bezahlt werden. Die Überweisung muss durch einen Kontoauszug belegt werden
  • Material- und Arbeitskosten müssen in der Rechnung getrennt ausgewiesen sein, weil nur der Arbeits-, nicht aber der Materialanteil begünstigt ist.

Das Finanzamt hilft, weil direkt von der Steuerlast abgezogen werden können:

  • bei Handwerkerleistungen 1.200,00 €, aber höchstens 20 % der Aufwendungen für Lohnkosten
  • bei sonstigen haushaltsnahen Arbeiten, die nicht von Handwerkerfirmen erbracht werden:
    510,00 €, aber höchstens 20 % der Aufwendungen für einen haushaltsnahen Mini-Jobber (450,00 €-Kraft/kurzfristig angestellte Kraft) sowie
  • 4.000,00 €, aber höchstens 20 % der Aufwendungen für eine sozialversicherungspflichtige Hilfe oder ein Dienstleistungsunternehmen.

Diese Abzugsbeträge können sogar nebeneinander geltend machen werden, soweit jeweils Aufwendungen entstehen.