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13.12.2018

News

26.11.2018

Engagement der „Kleinschmidt-Stiftung“

Foto: Holger Schlegel

Den Kirchengemeinden in der Propstei Bad Harzburg steht eine neue, unerwartete Geldquelle offen: Wolf-Dieter Kleinschmidt wird über die Stiftung, die er 2012 zusammen mit seiner Frau Marion gründete, jährlich 50.000 Euro zur Verfügung stellen.

Kleinschmidt lächelt verschmitzt, wenn er erzählt, wie er jüngst bei der Propsteisynode seine Stiftung und die aus ihr erwachsenen Möglichkeiten vorstellte. Fast niemand habe im Vorfeld etwas davon gewusst.
Dabei ist die Stiftung wie erwähnt schon sechs Jahre alt.

Kleinschmidt, der als Steuerberater arbeitet, seine Kanzlei aber in Bernburg hat, ist nach der Wende zu einem kleinen Vermögen gekommen. Ihm und seiner Frau ging es gut, die Familie war auch versorgt, auf Kreuzfahrt wollte das Ehepaar auch nicht gehen. „Wenn man im Leben profitiert, kann man davon auch etwas abgeben und Gutes tun“, sagt er heute.

Kleinschmidt und seine Frau gründeten 2012 die Stiftung, die mittlerweile ein Stiftungskapital von 1,5 Millionen Euro hat. Alles aus dem Privatvermögen der Kleinschmidts. Stiftungszweck ist die Unterstützung kirchlichen Lebens – auch in der Propstei Bad Harzburg.

Doch in den ersten Jahren gab es ein ganz konkretes Projekt, weswegen sich die Stiftung im Harz noch zurückhielt: An seinem Kanzleisitz Bernburg förderte Kleinschmidt über seine Stiftung die Restaurierung der Röver-Orgel in der Marienkirche.

191.000 Euro flossen aus dem Bundesprogramm für national bedeutsame Orgeln und mehr als 100.000 Euro aus der Stiftung. Nun ist die Orgel restauriert – und die Stiftung kann sich ihrem zweiten Zweck widmen, der Förderung der Gemeinden in der Propstei Bad Harzburg.

Denn hier lebt Kleinschmidt seit 1962, er engagiert sich in der Bündheimer St. Andreas Gemeinde, seine vor acht Monaten verstorbene Frau war in der Luthergemeinde aktiv.

In der Propsteisynode ermunterte Kleinschmidt die Mitglieder, in den Kirchenvorständen dafür zu werben, Förderanträge zu stellen, die kurzfristig und ohne viel Bürokratie entschieden werden würden.

Eine E-Mail reiche. Wobei Kleinschmidt darauf Wert legt, dass wirklich nur kirchliche Dinge gefördert werden, die Landeskirche allerdings nicht aus der Pflicht genommen werden soll.

Dort werde nämlich gerne mal eine Finanzierung mit Verweis auf solche Geldquellen gekürzt oder gar versagt. Die ersten Anträge liegen bereits vor, sagt er. Eine Kirchenorgel soll restauriert werden, eine Gemeinde möchte ihr Abendmahlsgeschirr verbessern.