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21.8.2018

News

20.05.2018

Keine Schonung für Rentner

Die Steuererklärungen standen früher selten auf der Tätigkeitsliste für Rentner. Aber seit 2005 ist es für viele vorbei. Denn immer mehr Rentner müssen jährliche Einkommensteuer-Erklärungen abgeben.

Der steuerpflichtige Rentenanteil steigt nämlich seither ständig: wer bis 2005 in Rente ging, muss die Hälfte der Rente versteuern. Bei einem Rentner ab 2017 sind es schon 74 Prozent. Aber die jährlichen Rentenerhöhungen sind immer voll steuerpflichtig.

Nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums müssen deshalb für 2017 etwa 4,3 Millionen Rentner Steuern zahlen. Und die Frist zur Abgabe der Steuererklärung 2017 endet bereits am 31. Mai 2018; nur bei einer Bearbeitung durch einen Steuerberater haben Rentner Zeit bis Ende 2018.

Auch durch die jährlichen Rentenanpassungen ist es möglich, dass Rentner in eine Steuerpflicht neu „hineinwachsen“. Deshalb muss am besten jährlich geprüft werden, ob eine Erklärung abzugeben ist.

Vor allem dann, wenn weitere Einkünfte z.B. aus Vermietung und Verpachtung oder Kapitalvermögen vorliegen, sind schnell die Grenzen zur Steuerpflicht überschritten.

Da sollten Rentner nicht darauf warten, dass das Finanzamt zur Abgabe auffordert. Denn wenn – auch für vergangene Jahre – Steuern festgesetzt werden, sind oft Verzugszinsen von sechs Prozent jährlich fällig.

Mindern lässt sich eine Steuerlast für Rentner insbesondere durch Beiträge zu Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen oder Spenden.

Auch selbst getragene Krankheitskosten, wie etwa für Zahnersatz, Hörgerät, Kuren oder Fahrtkosten zum Arzt, tragen zum Steuersparen bei.

Sogar die Kosten für Hilfen in Haushalt und Garten oder die Handwerker-Renovierung der eigenen Wohnung (ohne Material) bis hin zu den Kosten für den Schornsteinfeger sind absetzbar.