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19.6.2018

News

18.02.2018

Achtung: jederzeit Kassennachschau

Seit Jahresbeginn haben die Finanzämter die Möglichkeit, bargeldintensive Betriebe im Rahmen einer Kassen-Nachschau gemäß § 146b AO außerhalb einer regulären Außenprüfung und ohne vorherige Ankündigung zu prüfen.

Gründe für eine Kassen-Nachschau durch die Finanzverwaltung gibt es viele: Kontrollmitteilungen, Branchenerfahrungen oder (verdeckte) Testkäufe mit auffälligen Rechnungen sind Beispiele.

Den Schwerpunkt werden vermutlich bargeldintensive Branchen bilden, zu denen Apotheken, Gastronomie oder Friseure gehören.

Das gilt auch für Betriebe, die für ihre Einnahmen eine Kasse ohne elektronische Aufzeichnungsgeräte führen oder eine offene Ladenkasse („Zigarrenkiste“) verwenden.

Unternehmer müssen damit rechnen, dass der Prüfer vor der Nachschau verdeckte Testkäufe durchführt und sich damit einen Überblick verschafft, wie die Kassenführung erfolgt. Die dabei erhaltenen Belege und ihre spätere Verarbeitung sind dann Gegenstand der Kassen-Nachschau.

Die Prüfer dürfen während der üblichen Öffnungszeiten die Geschäftsräume aufsuchen, in der Gastronomie zum Beispiel also auch in den Abendstunden. Der Prüfer muss sich ausweisen, darf die Räume aber nicht durchsuchen.

In der Regel wird er sich die Kassensysteme zeigen lassen, die Dokumentationsunterlagen prüfen und Einsicht in die aufgezeichneten Daten nehmen. Vielfach wird er einen Kassensturz (Auszählen des Kassenbestandes) verlangen.

Das Ergebnis der Kassen-Nachschau wird der Prüfer zusammenfassen und den Unternehmer davon unterrichten. Sofern gravierende Mängel bestehen, kann der Prüfer zu einer Außenprüfung überleiten; hierauf muss er schriftlich hinweisen.