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26.5.2018

News

26.02.2018

Neuer Mindestlohn in drei Branchen

Im Dachdeckerhandwerk, der Gebäudereinigung und dem Baugewerbe sollen neue tarifliche Mindestlöhne ab März 2018 allen Beschäftigten zugutekommen. Das gilt auch in Betrieben, die nicht tariflich gebunden sind. Darauf wies Steuerberater und Rechtsbeistand Wolf-Dieter Kleinschmidt hin. Die Bundesregierung hatte die entsprechenden Verordnungen gebilligt.

Dabei wird im Dachdeckerhandwerk erstmalig nach der Abschluss-Qualifikation unterschieden. Es spielt keine Rolle mehr, ob der Betrieb in Ost- oder Westdeutschland angesiedelt ist. Gelernte Dachdecker erhalten nun mindestens 12,90 Euro (bisher: 12,25 Euro), ungelernte mindestens 12,20 Euro. Die Laufzeit der Mindestlohnverordnung im Dachdeckerhandwerk endet am 31. Dezember 2019.

In der Gebäudereinigung erhalten Reinigungskräfte in der Innenreinigung (Lohngruppe 1) in den alten Bundesländern (inklusive Berlin) mindestens 10,30 Euro pro Zeitstunde. In den neuen Bundesländern haben sie Anspruch auf 9,55 Euro. Glas- und Fassadenreiniger (Lohngruppe 6) steht ein Stundenlohn von mindestens 13,55 Euro in den alten und 12,18 Euro in den neuen Bundesländern zu. In den Folgejahren werden die Lohnuntergrenzen schrittweise angehoben, wodurch sich Ost und West weiter angleichen. Ab 1. Dezember 2020 zieht die Lohnuntergrenze in Ost und West gleich: Sie liegt dann bundeseinheitlich bei 10,80 Euro in der Lohngruppe 1 und 14,10 Euro in der Lohngruppe 6. Die Mindestlohnverordnung in der Gebäudereinigung tritt am 31. Dezember 2020 außer Kraft.

Im Baugewerbe erhalten Ungelernte nach Lohngruppe 1 – dazu zählen Werker oder Maschinenwerker – einen Stundenlohn von mindestens 11,75 Euro. Das gilt bundesweit. Ab 1. März 2019 stehen ihnen dann 12,20 Euro zu. Beim Mindestlohn für Facharbeiter (Lohngruppe 2) wird regional unterschieden: In Ostdeutschland entspricht er der Lohngruppe 1. In Westdeutschland liegt er zunächst bei 14,95 Euro pro Zeitstunde und steigt ab 1. März 2019 auf 15,20 Euro. Die Mindestlohnverordnung im Baugewerbe gilt bis 31. Dezember 2019.