„Geld und meinen guten Namen geben“


Mit einem lachendem und einem weinenden Auge nahmen am Mittwoch die Mitglieder des Förderkreises „Neue Orgel für Marien“ Arnhild Peters, Johannes Lewek und
Wolf-Dieter Kleinschmidt eine Spende vom Gastronom Klaus Höfinghoff entgegen.
Zum einen freuten sich die drei über die 150 Euro, welche aus den Erlösen des Orgelbrunches und dem Verkauf von Orgelwein in Höfinghoff Hotel und Restaurant Askania zusammen kamen. Zum anderen mussten sie bekannt geben, dass die Verhandlungen, eine Röverorgel aus Halberstadt zu kaufen, gescheitert sind.
Dennoch blickt man hoffnungsvoll in die Zukunft, denn auf die bereits eingetriebenen Spenden in Höhe von 40.000 Euro ist man sehr stolz. Auch eine neue Orgel ist schon im Blick. Kostentechnisch könnte sich der Kauf einer anderen Orgel durchaus rechnen. Denn statt der veranschlagten 450.000 Euro für die Halberstädter Röverorgel ist es möglich, dass für die nun favorisierte nur knapp die Hälfte benötigt wird.
Halberstädter geben Bernburgern einen Korb
Berichterstattung in der Mitteldeutschen Zeitung vom 17.11.2011:
Arnhild Peters, Johannes Lewek und
Wolf-Dieter Kleinschmidt vom Förderkreis „Neue Orgel für Marien“ hatten gestern wieder Grund zur Freude.
Klaus Höfinghoff übergab 150 Euro als Spende für die neue Orgel. Das Geld ist der Erlös aus dem Orgelbrunch und aus dem Verkauf des Orgelweins. Beides bietet Höfinghoff im Restaurant und dem Hotel Askania an. Hier ist jeweils ein Obolus aufgeschlagen, der dem guten Zweck dient. Höfinghoff bekam im Gegenzug eine Orgelpfeife aus der alten Orgel der Marienkirche. Die gibt es für Spender, allerdings, sagt Pfarrer Lewek, seien die Pfeifen nicht mehr funktionsfähig.
Höfinghoff ist ein emsiger Spender. Es gibt doch einige, die regelmäßig spenden und wenn er vergleicht, sagt Lewek, dann sei die Akzeptanz, für die Orgel zu spenden, doch recht hoch. „Es ist eben eine konkrete Sache. Damit können sich die Menschen identifizieren.“ Trotz der Freude über die Spende, die mit anderen zusammen das Spendenkonto auf 40 000 Euro anwachsen ließ, gibt es für den Förderverein einen Wermutstropfen. Man muss sich nach einer neuen Orgel umgucken.
Die Halberstädter, die einst der Lieferant für die Röverorgel sein sollten, ließen den Deal platzen.
Die Orgel geht nach Calbe. Das ärgert Lewek schon. „Es wurde uns nicht mal Bescheid gegeben. Erst, als wir sagten, die Orgel passt.“ Die Orgel war für einen Euro angeboten worden. Der Förderkreis wollte aber per Gutachten prüfen, welcher Aufwand betrieben werden musste, um die Orgel einzubauen. Als alles fertig war, erfuhr man vor eineinhalb Wochen, dass die Orgel weg ist. Calbe liegt im gleichen Kirchenkreis, mutmaßt Lewek, warum die benötigte kirchenrechtliche Genehmigung den Calbensern erteilt wurde, obwohl die mit ihren Planungen noch weit hinter denen der Bernburger zurück sind. Doch Kleinschmidt sieht es positiv. „Wir sparen vielleicht noch. Statt 450 000 Euro Kosten, entsteht vielleicht nur die Hälfte.“
„Orgel-Brunch“ am 03. Juli 2011 von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr in und um die Marienkirche in Bernburg (Saale)
In der Marienkirche in der Talstadt von Bernburg am Beginn der Breiten Straße soll wieder eine neue Orgel erklingen. Von der alten Orgel, die von dem Orgelbaumeister Röver erbaut wurde, sind nur noch einige Orgelpfeifen und der Orgelprospekt vorhanden. Nun bietet sich die Gelegenheit, in Halberstadt eine gebrauchte Röver-Orgel zu erwerben. Diese müsste saniert werden. Das kostet natürlich Geld, viel Geld.
Für uns als Unternehmen in der Bernburger Talstadt ist es eine wichtige Aufgabe, zum Gelingen dieses Vorhabens beizutragen. Deshalb hatten wir auch schon zu unserem Jubiläum „20 Jahre in Bernburg“ um Spenden gebeten.






